Berufsorientierung

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Berufsorientierung in der Sekundarstufe I
Schulische Berufs- und Studienorientierung ist in Nordrhein-Westfalen seit 2007 Bestandteil der individuellen Förderung in allgemeinbildenden Schulen und hat laut Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 21.10.2010 in der aktualisierten Fassung vom 01.07.2012 zum Ziel, junge Menschen zu befähigen, „eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Studium oder Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen“. Diesbezügliche Angebote und Maßnahmen sind auch darauf auszurichten, „geschlechtsbezogene Benachteiligungen zu vermeiden bzw. zu beseitigen“. Folglich sollen Schülerinnen und Schüler durch die Berufs- und Studienorientierung „den Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium verstärkt als Anschluss und nicht als Abschluss erleben“.

Ergänzt wurde dieser Erlass 2012 u.a. mit folgendem Absatz: „Der Ausbildungskonsens NRW hat im November 2011 die flächendeckende Einführung einer nachhaltigen, geschlechter-sensiblen und systematischen Berufs- und Studienorientierung beschlossen. Sie dient dem Ziel, dass die Jugendlichen zu reflektierten Berufs- und Studienwahlentscheidungen kommen und realistische Ausbildungs-perspektiven zum Anschluss an die allgemeinbildende Schule entwickeln. Dazu sind Standardelemente entwickelt worden, durch die der systematische Prozess, beginnend ab der Jahrgangsstufe 8 bis hinein in eine Ausbildung bzw. alternative Anschlusswege, definiert wird.“
Zu den angesprochenen Elementen gehören in der Sekundarstufe I an der Märkischen Schule u.a.

  • die begleitende Beratung durch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, beginnend in der Jahrgangsstufe 8 mit einer z.T. computergestützten Einführung in das Thema „Berufswahl“ (u.a. Ansprechpartner, Internetangebote), sowie die Rechtskunde-AG in der Jahrgangsstufe 9 mit Themen wie „Arbeitsrecht“ und „Jugendschutzgesetz“,
  • Praxisphasen und ihre Verbindung mit Unterricht, d.h. also das 14-tägige Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9, welches bereits im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 im Deutschunterricht (Lebenslauf, Bewerbungsanschreiben, Vorstellungsgespräche, Anzeigenanalyse, …) mittels Texten (vgl. Deutschbuch) und anderen Materialien (z.B. Berufswahlpass, Stellenanzeigen) vorbereitet und im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 durch eine auf das  Praktikum bezogene Klassenarbeit abgeschlossen wird,
  • die koordinierte Gestaltung des Übergangs inklusive einer Anschlussvereinbarung, wozu das Instrument der individuellen Begleitung der Jugendlichen im Sinne einer Verantwortungskette schrittweise ausgebaut wird, wie in der Jahrgangsstufe 9 die Informationsveranstaltung „Alternativen zur Oberstufe am Gymnasium“ mit Vertretern verschiedener Berufskollegs.

Weitere außerschulische Partner, u.a. Hochschulen, die örtliche Wirtschaft und
ihre Organisationen sind in Abstimmung mit der Schule ebenfalls an der Berufsorientierung beteiligt (§ 5 Schulgesetz – BASS 1–1), nämlich z.B. bei jahrgangsübergreifenden Projekten wie „Girls’ Day“ und „Boysʼ Day“, „Mädchen machen Technik“ an der TFH Georg Agricola sowie „Schülerlabor“ der Ruhr-Universität Bochum.

 

Berufs- und Studienvorbereitung in der Sekundarstufe II

Der Schwerpunkt der Berufs- und Studienvorbereitung in der SII liegt in der Jahrgangsstufe Q1. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit werden in einer Einführungsveranstaltung „Wege nach dem Abitur“ die Möglichkeiten der Berufs- und Studienvorbereitung und die zu beachtenden Termine erläutert. Monatlich haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, individuelle Beratungstermine der Agentur für Arbeit Bochum in der Schule wahrzunehmen. Zum Ende des ersten Halbjahres finden Berufsorientierungstage statt, an denen die Schüler einen geführten Tag an der Ruhr-Universität erleben und an drei weiteren Tagen Hochschulbesuche oder Betriebspraktika durchführen, um sich intensiv mit der Berufsfindung zu beschäftigen. Im Frühjahr informiert die Agentur für Arbeit über Studium und Ausbildung. Firmen aus der Region stellen sich und ihre Angebote zum „Dualen Studium“ vor. Im Sommer kommen Studenten der Ruhr-Universität Bochum „RUB-Guides“ in unsere Schule und stellen ihre Studienfächer vor. Unser Kooperationspartner, die Fahrzeugwerke LUEG, bietet die Teilnahme an einem Assessment-Center an.

Informationsmaterial, das der Schule von Hochschulen und anderen Ausbildungsträgern zugeht, steht den Schülerinnen und Schülern in Papierform und als Verweis auf Internetseiten im Moodle-Bereich der Schule zur Verfügung. Darüber hinaus nehmen Schülergruppen regelmäßig an durch den Initiativkreis Ruhrgebiet organisierten Gesprächskreisen mit Vertretern führender Wirtschaftsunternehmen der Region teil.