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Blog über den Austausch mit der Bartow High School 2016

bartow2016-logoIm Rahmen der Schulpartnerschaft mit der Bartow High School haben 20 Schülerinnen und Schüler drei Wochen vom 24. September bis zum 15. Oktober an unserer Partnerschule in Bartow verbracht.

Die folgenden Blogeinträge sind persönliche Erlebnisberichte und geben die Erfahrungen und Erlebnisse der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder.

Freitag, 14.10.2016 – Letzter Schultag an der BHS

Nach drei Wochen an der Bartow High School haben wir heute den letzten Schultag an unserer Partnerschule verbracht: Nach der üblichen Morgenbesprechung haben wir im Mediacenter noch einmal unsere Laptops zum Einsatz gebracht, um unser Blog und unsere Projektergebnisse zum Abschluss zu bringen. Dabei haben alle Gruppen ihre Ergebnisse vervollständigt bzw. noch mit Fotos bereichert, sodass durchweg interessante Artikel rund um verbreitete Vorurteile gegenüber dem Leben in den USA entstanden sind.

Darüber hinaus stand heute noch einmal ein Termin mit der Presse an – deutsche und amerikanische Schülerinnen und Schüler wurden von den beiden Regionalzeitungen The Ledger (Link zum Artikel) und dem Polk County Democrat zu ihren Erlebnissen und Erfahrungen im Rahmen der Schulpartnerschaft befragt und haben damit dazu beigetragen, den Austausch in Bartow noch weiter bekannt  zu machen.

Einige Schülerinnen und Schüler sowie Frau Egen haben den Tag darüber hinaus noch dazu  genutzt, um unter der Anleitung von Mr. Giles individuelle Schilder als Geschenke auf der CNC-Maschine im Wood Shop der Schule zu produzieren und diese von Hand bzw. mithilfe von Dremeln zu polieren.

Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres Projektes und der Interviews habe ich mich dann noch einmal mit den amerikanischen Kollegen Mr. Giles und Mrs. Scully über den Verlauf des Programms und mögliche Programmpunkte für den Gegenbesuch in Wattenscheid aus Lehrersicht ausgetauscht und mich im Namen des Teams für die großartige Gestaltung und die arbeitsreiche Vorbereitung des Programms bedankt.

Nachmittags habe ich dann nach einer kleinen Ruhepause meinen Koffer gepackt, bevor ich mit meinem amerikanischen Gastgebern Jimmy und Christine Giles nach Winter Haven zum Abendessen in einem japanischen Restaurant gefahren bin – den Tipp für das Restaurant haben wir aus unserem Blog entnommen!

Nach einem guten und unterhaltsamen Essen haben wir uns noch lange zuhause über die drei Wochen unterhalten und waren uns einig, dass die Zeit wieder einmal viel zu schnell vergangen ist!

Martin Hessbrüggen

Donnerstag, 13.10.2016 – Farewell Dinner

Mein heutiger Tag begann etwas stressiger als sonst, da ich verschlafen hatte und somit, statt wie gewohnt um 5:30 Uhr, um 6 Uhr aufgewacht bin. Nach einer schnellen Dusche und einem Frühstück konnten wir jedoch pünktlich um 6:20 Alis Freund Brice abholen und mit seinem Auto zur Schule fahren.

Dort angekommen begaben wir uns zur Besprechung in Mrs Scullys Klassenzimmer, wo uns mitgeteilt wurde, dass wir den Rest des Vormittags in der Cafeteria verbringen und an unserem Projekt arbeiten würden. Um 8 Uhr bekam ich jedoch die Nachricht, dass ich und mein Austauschschüler mit einigen anderen an einem Interview für das Regionalfernsehen teilnehmen sollten, welches uns zu unseren Erlebnissen während des Austausches befragen wollte und was uns dieser für die Zukunft gezeigt hätte.

Zuerst war mir gar nicht wohl dabei, vor laufender Kamera auf Englisch Fragen zu beantworten, aber nachdem ich die erste Nervosität überwunden hatte, lief doch alles glatt. Danach aßen wir mit unseren Austauschschülern in der Cafeteria, gefolgt von einem Besuch in ihrer 5. Stunde.

Nachdem sein Statistiklehrer die Stunde beendet hatte, ging ich zum Guidance Office und kaufte einen Bartow Pullover und ein T-Shirt mit dem Logo des Football Teams, da die Größen M und L für das normale Motiv ausverkauft waren. Daraufhin arbeiten wir bis zum Schulschluss an der Fertigstellung unseres Projektes.

Zuhause angekommen machte ich mich direkt ans Kofferpacken, da wir uns am darauffolgenden Morgen darum kümmern wollten, dass jeder unter dem maximalen Geldbetrag für die Einfuhr und dem maximalen Koffergewicht blieb, was bei mir für das Gewicht sehr unwahrscheinlich schien. Deswegen musste ich, wie vermutlich auch einige andere, Dinge wie Sonnencreme, Shampoo und Insektenspray hier lassen.

Nachdem ich damit fertig war, alle Einkäufe, Kosmetikartikel, Schuhe und Elektronik auf Koffer und Handgepäck zu verteilen, sammelte ich jeden Bon, den ich finden konnte. Man weiß ja nie, ob die Zöllner einem solche Schnäppchen abnehmen.

Um 17:45 Uhr fuhren wir los, um zuerst zu Publix zu fahren um dort für dass darauffolgende Farewell Dinner bei Mr. Giles Hähnchen zu kaufen. Auf der Fahrt erzählten mir meine Gasteltern, dass dieser auf einer Art kleinen Ranch inmitten einer Orangenplantage wohnen würde.

Als wir dort pünktlich um 18:30 ankamen, war Mr. Giles schon am Grill und einige andere bauten schon in seiner Werkstatt das restliche Büfett auf. Etwas weiter entfernt sah man seine Pferde, auf denen Theresa , Lydia und Stella gestern die Möglichkeit gehabt hatten zu reiten.

Dem sehr leckeren Essen folgten eine Diashow mit den besten Momenten des Austausches und eine Dankesrede der amerikanischen und deutschen Lehrer an die Gasteltern und die Gegenseite für die gute Zusammenarbeit mit der Übergabe einiger unterschriebener Fotos als Erinnerung. Hierbei gab es schon einige Tränen und Umarmungen, da dies einigen schmerzlich in Erinnerung rief, das wir unsere Austauschpartner nun für 6 Monate verlassen müssten und es für die meisten sobald wohl keine Möglichkeit mehr geben würde, nach Amerika zu fliegen.

Zuhause angekommen schlief ich, nachdem ich den ersten Teil dieses Blogs beendet hatte, ein.

Bedauerlicherweise müssen wir diese schöne Zeit in weniger als 2 Tagen hinter uns lassen. :c

Marc P. Gallert

Mittwoch, 12.10.2016 – Wild Florida

Dieser Mittwoch fing wie jeder Wochentag bei mir um 5:25 Uhr an, als der Wecker klingelte. Der Dschungel-Klingelton sollte mich schon mal auf den weiteren Tagesverlauf vorbereiten. Nachdem wir in der Schule ankamen, gingen wir nach der täglichen Besprechung in Mrs. Scullys Klassenraum in die Cafeteria, um dort noch für etwa eine Stunde an unserem Projekt zu arbeiten. Um etwa 8.30 Uhr kam unser Schulbus und wir sind nach ca. 2 Stunden Fahrt am Wild Florida Park angekommen. Wir wurden dort recht herzlich von einer Mitarbeiterin des Parks empfangen und direkt darauf hingewiesen, uns mit Mückenspray und Sonnencreme zu schützen.

Anschließend gab es schon den ersten Höhepunkt unseres Ausfluges. Jeder durfte einen kleinen Alligator halten und sich mit ihm fotografieren lassen. Das Bild wurde dann später ausgedruckt und wir durften es als Erinnerung an diesen Tag behalten. Dann konnten wir in den Souvenir Shop gehen. Leider ist es nicht erlaubt, einen echten, präparierten Alligatorkopf nach Deutschland einzuführen, dies wäre bestimmt ein super schönes Andenken gewesen.

Später teilten wir unsere Gruppe dann in zwei kleinere und wir gingen auf das Airboot. Nach einer einstündigen Tour über den riesigen See, mit dem etwa 40 km/h schnellen Airboot und der Sichtung von mehreren großen Alligatoren, Schildkröten und seltenea57dec3b-379b-4995-8b5c-642e971b29cdn Vogelarten, kehrten wir wieder zum Anlegesteg zurück.

Dann gab es Mittagessen. Man konnte zwischen mehreren verschiedenen Hauptgerichten unterscheiden. Ich habe mich für Pulled Pork, einem zerrupften Schweinebraten mit Barbecue Sauce entschieden, ,,Mmmmm”. Diese Entscheidung habe ich 8cccbeac-bde3-41a7-8b61-4d2d094dea01auch nicht bereut. Nach dem Lunch konnten wir uns dann für eine längere Zeit in dem park eigenen Zoe9ede392-0970-4640-a651-77b079481f64o frei bewegen. Dort gab es neben sehr großen Alligatoren, Schlangen, Schildkröten und kleinen Affen, auch Papageien und einen Kakadu, welcher verschiedene Dinge sagen konnte. Wir haben diesen Kakadu geliebt. Er tanzte,hat mit uns gesungen und konnte schließlich auch de2f611203-e1b0-49e0-bd6c-b8245c325001n Namen unseres Lehrers, Herrn Hessbrüggen, sagen. Diese und weitere Dinge haben wir sogar filmen können, sodass wir imer eine kleine Erinnerung an unseren kleinen Freund haben.

Gegen 14 Uhr war dann unser Ausflug zu dem Florida Wildlife Park zu Ende und wir haben uns wieder mit dem Schulbus auf den Heimweg gemacht. Manche von ud9450d90-c515-4336-937e-b8f4d2837620ns waren so müde, dass wir auf der Rückfahrt geschlafen haben, unter anderem auch ich. An der Schule angekommen wurde ich von zwei sehr netten Kollegen relativ unsanft geweckt, welches natürlich nur Spaß war. Um 16 Uhr wurden Michael (mein amerikanischer Austauschschüler) und ich schließlich von seinem Vater an der Schule abgeholt und wir sind zu seiner Arbeitsstelle gefahren, da3b49426b-f8a2-470c-9647-5c6be2cb4474 er dort noch ein wenig Arbeit nachholen musste. In dieser Zeit haben Michael und ich zusammen Deutschunterricht gemacht und ich habe ihm verschiedene Wörter auf Deutsch beigebracht. Etwa eine Stunde später kamen wir dann Zuhause an.

Nachdem wir un6529e027-c261-4b6e-80fc-43fb8d844431s etwas anderes angezogen haben, sind wir dann in ein asiatisches Restaurant gefahren, da Michaels Oma aus New York gerade zu Besuch war und wir von ihr eingeladen wurden. Dieses Restaurant war sehr außergewöhnlich. Das Essen wurde vor unseren Augen am Tisch gegrillt und dann serviert. Zuerst gab es Sushi. Michael und ich lieben Sushi und wir haben uns beide jeweils eine Spicy Tuna Roll bestela5c3e536-ade9-41ef-8504-c036f0ef412alt. Diese war echt köstlich. Anschließend gab es gebratene Nudeln, Reis, Gemüse und Steak, welches direkt am Tisch gegrillt wurde. Das Essen war gleichzeitig verbunden mit Entertainment, da die Köche nicht nur einfach gekocht haben, sondern mit Sake, einem Reis Wein flambierten, mit ihren Messern jonglierten oder an641014b0-525c-46b7-98cc-f910d27cc359dere, sehr unterhaltsame Dinge taten. Es war eines der ausgefallensten Restaurants, die ich in meinem bisherigen Leben besuchen durfte.

Um etwa 21 Uhr kamen wir dann satt und zufrieden Zuhause an. Ich ging duschen und habe mich direkt ins Bett gelegt, da ich den nächsten Morgen, wie jeden Tag, früh raus musste.

Jan Klose

Dienstag, 11.10.2016 – Mosaic Phosphatwerk – die Industrie Floridas

Gestern bin ich, wie jeden Tag, um 5:15 Uhr morgens aufgestanden und habe mich fuer die Schule fertig gemacht. Zum Fuehstueck gab es Poptarts. Auf dem Weg zur Schule haben wir Grant und Lukas eingesammelt und sind zuammen zur Bartow High School gefahren. Nach dem morgendlichen Treffen um 6:40 Uhr in Ms. Scullys Raum haben wir uns um 7:30 Uhr mit dem Schulbus auf den Weg zum Phosphatwerk Mosaic 4 Corners Mine gemacht. Bei unserer Ankunft um 8:15 Uhr wurden wir von dem Leiter des Bergwerks Alan Lulf freundlich empfangen. Nachdem wir uns alle in den fuer uns vorgesehenen Raum gesetzt hatten, begann er mit einer Powerpoint-Praesentation ueber den Abbau und die Gewinnung von Phosphat.

Anschliessend mussten wir alle Schutzkleidung (bestehend aus einer gelben Warnweste, einem img-20161011-wa00371Helm, einer Schtzbrille und Ohrstoepseln) anziehen, um uns mit zwei Trucks auf den Weg zur Arbeitsstelle der Phosphatarbeiter zu machen. Diesen Bereich duerfen ausschliesslich die deutschen Austauschschueler der Bartow High School besichtigen. An unserer ersten Station, dem Phosphatabbau, durften wir auf der Dragline stehen und aus der Naehe zusehen, wie mit einer grossen Schaufel ein Graben ausgehoben und die Erde davon zur naechsten Station transportiert wird, was sehr spannend aussah.

Als wir dann wieder in die Trucks stiegen, um zur naechsten Station zu fahren, mussten wir leider feststellen, dass die Reifen unseres Trucks wegen des weichen und matschigen Bodens eingesunken waren und wir feststeckten, sodass viele (natuerlich nur die Jungs) wieder aus dem img-20161011-wa00381Auto steigen musten, um von hinten zu schieben. Nach diesem kleinen Zwischenfall fuhren wir schnell zur zweiten Station, bei der wir uns die Reinigung des Phosphats ansehen konnten .

Als naechstes sind wir etwas weiter auf einen Huegel, vorbei an einem See  mit Alligatoren gefahren, um Haifischzaehne und andere Fossilien zu suchen. Leider war dort alles voller Moskitos und Ameisen, weshalb wir moeglichst schnell wieder von dort geflohen sind.

An unserer letzten Station haben wir einige Gruppenfotos in einer grossen Baggerschaufel gemacht und sind anschliessend zusammen mit den Muecken im Auto zum Lunch gefahren, welcher aus Sandwiches, Cookies, Chips und Getraenken bestand. Nachdem alle gegessen hatten, ueberreichten die Lehrer den Phosphatarbeitern, die unseren Tag gestaltet haben, einen Kalender ueber die Industrie des Ruhrgebiets.

Um 13:20 Uhr sind wir wieder in den Schulbus gestiegen und um 14:00 Uhr wieder (einige etwas muede) an der Schule angekommen.

Nachdem die amerikanischen Schueler Schulschluss hatten, sind die Schueler des German-Clubs mit den amerkanischen und die deutschen Austausschuelern zum Fussballspielen in den Mary Holland Park gegangen, welcher in der Naehe der Schule liegt. Einige von uns warem davon nicht sehr begeistert, da sie sich nicht besonders fuer Fussball interessieren. Da meineimg-20161011-wa00471 Austauschpartnerin Jane an diesem Tag ein wichtiges Training hatte, hat mich ihre Schwester Abby dorthin begleitet. Um ca.15:30 Uhr holte uns ihre Mutter ab, um noch einige Flyer fuer ein Halloween-Projekt in Schaufenster zu haengen und uns nach Hause zu bringen.

Zuhause angekommen warteten Abby und ich auf Jane, um spaeter mit ihr noch ein bisschen shoppen zu gehen. Wir sind dann zu einer kleinen Mall gefahren, haben nach ein paar Kleinigkeiten geguckt und Toffees und Frozen Yoghurt im Candyshop probiert (beides war sehr lecker 🙂 ). Nach unserer kurzen Shoppingtour sind wir noch bei Beef’s etwas essen gegangen und anschliessend nach Hause gefahren.

 

Lydia Brandt

Montag, 10.10.2016 – Spasstag in den Universal Studios in Orlando

Mein Tag begann, wie jeden Morgen, um 5:30 Uhr. Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, ging es dann auch schon los zur Schule. Als wir um 6:30 Uhr ankamen, ging dann die morgenliche Routine um 6:40 Uhr los, bei welcher wir dann besprachen, was an dem Tag passieren würde.

Kurz darauf gingen wir dann zum Bus und fuhren direkt zum Universal Studios Park. Wir stiegen dann schlußendlich voller Aufregung, aus dem Bus und gingen direkt hoch zum Eingang bzw. zum CheckIn, bei welchem wir auf metallische Gegenstände oder sonstige Sachen, die nicht im Park erlaubt sind, durchsucht wurden. Nach einem kurzen Lauf zum wirklichen Eingang sah man eine riesige Kugel mit der Aufschrift „Universal”.

Als wir (Sanina, Leonie, Natalie, Annika, Greta und ich ) dann in den Park gingen, war die Freude noch viel groesser. Jeder sprintete, um zu bestimmten Attraktionen zu gelangen. Bevor wir zu dem Parkabschnitt der Simpsons gelangten, sahen wir noch viele verschiedene Ausstellungstuecke, wie z.B. „The mystery Machine” aus Scooby Doo. Wir wussten nicht unbedingt, wie wir am schnellsten zur „Winkelgasse” gelangen konnten, weshalb wir etwas laenger als gewoehnlich gebraucht haben. Als wir schliesslich dann auch mal ankamen, waren wir verbluefft von der Genauigkeit aller Gebaeude. Nach laengerem umschauen fanden wir dann die „Gringotts Bank”, was eine 3D-Achterbahn ist. Wir sahen viele Zauberkämpfe hautnah, sahen img_2488Voldemort und viele andere tolle Dinge.

Am Ende gingen wir weiter zum Anfang des Parks zurück, denn dort war eine besondere Achterbahn, welche unter anderem sehr sehr schnell und sehr steil ist. Das ist jedoch nicht das Besondere; das Besondere an der Achterbahn ist, dass man sich selbst Musik auswählen darf, welche abgespielt wird während man fährt. Die Lieder reichten von Elektronic bis hin zu Metal. Auf der Achterbahn sind zuerst alle mitgefahren, doch bei der direkt anschliessenden zweiten Runde waren wir nur noch zu fünft, da eine Person nicht mehr wollte. Danach ging es dann so schnell wie es nur ging zu den Lehrern, weil wir uns bei diesen zwischen 13:00 – 14:00 Uhr melden sollten.

Wir gingen dann weiter auf der Suche nach Essen. Wir fanden zwar viel, aber es war sehr teuer, was mich nicht aufgehalten hat. Danach waren wir kurz auf der Suche nach dem Hogwarts Express, img_2517welcher sehr schnell zu finden war, denn der war direkt um der Ecke des Treffpunkts mit den Lehrern. Nach dem wir endlich mit der ewig langen Schlange fertig waren, ging es dann auch schlußendlich in den Hogwarts Express. In diesem wurde ein kurzes Video gezeigt, welcher die Fahrt überbrückte und sehr viele Elemente des Harry Potter Universums beinhaltete (die Fahrt ging circa eine Minute). Als wir dann ausstiegen, waren wir erstaunt, weil wir nun in einem Winterdorf im Harry-Potter-Stil gelandet waren. Am Anfang davon war eine Achterbahn namens „Dragon Challenge”. Diese ist eine sehr schnelle und relativ lange Achterbahn, allerdings konnte man dabei aussuchen ob man den roten oder blauen Drachen „reitet”. Die Fahrt war nur so gespickt von Kurven, Loopings oder sonstigen Ueberschlaegen, weshalb ich zumindest mit einem starken Schwindelgefuehl raus gekommen bin. Wir gingen weiter und schauten uns um, doch als wir die Nachbildung von Hogwarts gesehen haben, wurden erstmal sehr viele Fotos mit dem Schloss gemacht.

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Die Karte der Adventure Island

Nachdem wir fertig mit Fotos machen waren, schauten wir auf die Uhr und sahen schon, dass wir gar nicht mehr so viel Zeit hatten. Also gingen wir schnell unter dem riesigen Jurassic Park Torimg_2530 hindurch und joggten zur Attraktion „Skull Island Reign of Kong”, doch als wir ankamen fiel uns auf, dass wir keine Zeit mehr hatten. Also gingen wir wieder zurueck zum Hogwarts Express, standen da wieder eine Ewigkeit und sahen dann wieder eine kurzes Video, aber mit anderem Inhalt. Wir hatten noch 30 Minuten, um mit einem der Lehrer im Hardrock Cafe shoppen zu gehen, also beeilten wir uns sehr, aber eine Parade kam uns in die Quere, weshalb wir es gerade so geschafft haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Wir gingen dann mit einer neuen Gruppe aus sieben Leuten zum Hardrock Cafe. Ich zumindest hab mir ein tollen Flaschenoeffner in Form einer Gitarre geholt. Damit war dann aber auch der Tag an sich im Freizeitpark vorbei. Wir gingen wieder zurueck zum Rest der Gruppe und dann wieder zurueck zum Eingang, wo sich ein paar Leute noch unbedingt etwas von Starbucks holen wollten.

Schliesslich kamen wir dann am Parkplatz an und fanden dann heraus, dass der Bus Verspaetung hatte. Viele waren zwar hungrig, aber das haben wir untereinander geklaert bzw. haben wir uns untereinander versorgt und uns die ganze Zeit miteinander unterhalten. Als der Bus dann kam, haben sich viele einfach im Bus Schlafen gelegt, was dann auch wirklich das Ende des Tages fuer uns alle war.

 

Jonas Heine

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Sonntag, 09.10.2016 – A Day Of Shopping

Heute war bei meiner Familie Shoppen angesagt. Unser Plan war es um 9 Uhr aufzustehen und gegen 10 Uhr zu der Outlet Mall in Orlando zu fahren. Mich freute es natuerlich, dass ich nicht wie fuer den Schultag um 5:20 Uhr aufstehen musste. Doch als ich um 10 Uhr von meiner Autauschpartnerin Shannon geweckt wurde, merkte ich, dass wir dem Plan nicht folgten. Danach fiel mir auf, dass ich doch einen Wecker fuer 9 Uhr gestellt, aber ein Mal zu viel die Schlummertaste gedrueckt hatte. Das war wohl keine so gute Idee. Trotzdem machten wir uns keinen Stress und machten uns in Ruhe fertig. Zum Fruehstueck gab es Chocolatechip-Pancakes, die sehr lecker waren.

Mit einer Stunde Verspaetung fuhren wir um 11 Uhr los. Wir erfuhren auf dem Weg, dass die Leute, die mit uns Shoppen gehen wollten (also Lukas und sein Austauschpartner Christian) , nicht wussten, wie sie zur Mall kommen sollten, und holten die deswegen einige Minuten spaeter ab. Mit sieben Leuten wurde es kuschelig im Auto. Die Fahrt dauerte insgesamt eine Stunde und 20 Minuten und als wir ankamen ging es natuerlich direkt mit dem Shoppen los. Shannon, Christian, Lukas und ich gingen sofort als eine Gruppe los um ein paar Sachen zu kaufen. Wir sahen uns in verschiedenen Laeden um und warteten aufeinander, falls wir nichts in einem bestimmten Laden kaufen wollten. Dieser Tag hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass Jungs schlimmer im Einkaufen sein koennen als Maedchen – deutlich schlimmer. Das “aufeinander warten” lief eigentlich ganz gut bis zu dem Zeitpunkt als Shannon und ich die anderen verloren haben. Eigentlich haben die beiden uns verlassen, aber wir dachten uns nichts dabei. “Sie muessen uns finden wenn sie wieder nach Hause wollen” war eigentlich unser einziger Gedanke. Doch irgendwann waren wir fertig mit dem Shoppen und fanden Shannons Familie wieder. Trotzdem war dort weder Lukas noch Christian. Nach gefuehlten 100 Nachrichten, 50 Anrufen und einer guten halben Stunde spaeter fanden wir die beiden wieder. Es stellte sich heraus, dass jemand von den beiden seine Basecap verloren hatte und sie dann aber wieder gefunden hat.

Das Warten hielt uns natuerlich nicht vom weiteren Shoppen ab, denn wir besuchten auch eine andere Mall, die sich in der Naehe befand. Auch dort verbrachten wir ein paar Stunden. Gegen 8 Uhr war es dann aber auch Zeit nach Hause zu fahren. Wieder befanden wir uns zu siebt im Auto, jedoch merkte man davon nicht sehr viel, weil alle zu muede zum Reden waren. Ehrlich gesagt bin ich waehrend der Fahrt sogar ein paar Mal fast eingeschlafen.

Als wir dann um halb 10 zu Hause waren, wurde ich wieder wach und brachte meine gekauften Sachen in mein Zimmer. Nachdem wir uns entschieden hatten, was wir essen wollten, kamen auch die Grosseltern meiner Austauschschuelerin zu Besuch, da ihr Bruder am darauffolgenden Tag wieder zum College musste. Wir redeten ueber die verschiedensten Dinge und es war wirklich sehr interessant, aber nach einer halben Stunde merkte ich, dass es an der Zeit war, mich bettfertig zu machen. Also tat ich das auch, nachdem ich mich von ihnen verabschiedet hatte.

Der Tag endete fuer mich gegen 11 Uhr als ich mich in das Bett mit dem frisch gewaschenen Bettzeug fallen lies.

Natuerlich freute ich mich auf die letzte Woche, dachte zwischenzeitlich aber immer wieder an den kommenden Abschied, der wahrscheinlich fuer alle sehr traurig sein wird.

Sanina Hubanic

Samstag, 08.10. – Familienwochenende in Busch Gardens

Es ist 10:30 – nach einer warmen Dusche und einem schnellen Fruehstueck sind Grant und sein Austauschschueler Lukas vorbeigekommen. Anschliessend haben wir erst mal Josh, dem Bruder meines Austauschülers, gemeinsam zum Geburtstag gratuliert. Danach durfte er die Geschenke auspacken: Es gab Sportbekleidung, ein Portemonaie und einen neuen Lacrosse Schlaeger, danach ging es ab auf die Interstate. Nach einer einstuendigen Fahrt sind wir puenktlich um 12.00 auf dem Parkplatz von Busch Gardens in Tampa Bay angekommen. Als wir mit einem ShuttleBus-aehnlichenAuto zum Eingang gebracht wurden, mussten wir uns einer Sicherheitskontrolle wie am Flughafen unterziehen, aber diese dauerte gluecklicherweise kuerzer als erwartet. Nach einer kurzen Absprache mit meinen Gasteltern zogen wir schon los um den Park zu erkunden, dabei sind weitere Austauschschueler zu uns gestossen, die sofort auf eine der vielen Achterbahnen wollten.

Also machten wir uns auf den Weg zum “Cheetah Hunt”, wo wir 20 min lang anstehen mussten. Auf dem Weg dorthin konnte man viele verschiedene Tiere beobachten wie z.B. Alligatoren, Geparden, Voegel, e.t.c.

Die Achterbahn war sehr lang (fast 1 Meile) und sehr schnell, danach machten wir uns sofort auf den Weg zur naechsten Achterbahn (“Cobra’s Curse”) wo weitere Schueler zu uns stiessen. Ungluecklicherweise gab es bei dieser Achterbahn technische Probleme, weshalb wir circa eine Stunde warteten. Belohnt wurden wir trotzdem nicht, denn die Achterbahn war im Vergleich zur ersten sehr unspektakulaer. Spektakulaerer wurde es jedoch bei der 3. Achterbahn, die wir besuchten, und die mit diversen Schrauben und Loopings ausgestattet war. Als wir zum Freefall Tower “Falcon`s Fury gelangten und hochgezogen wurden, hatte ich ein wenig mulmiges Gefuehl, denn man fiel mit dem Gesicht parallel zum Boden. Nach diesem aufregenden Part legten wir eine Pause zum Lunch in einer Cafeteria mit Buehne ein.

Danach sind wir zu einer Wasserbahn namens “Congo River Rapids” gegangen, auf der man tatsaechlich sehr nass wurde, da das Wasser von allen Seiten in das runde Boot reinschwappte. Anschliessend sind wir zum Trocknen auf die meines Erachtens beste Achterbahn im Park gegangen, die “Kumba”. Diese war so gut, das wir gleich mehrmals gefahren sind, trocken wurden wir aber trotzdem nicht. Kurz darauf haben wir uns auf die wohl spektakulaerste Achterbahn (“SheiKra”) im Park gemacht, bei der man vor der schnellen Abfahrt aus schwindelerregender Höhe noch kurz gestoppt wird, was einem zusaetzlich weiche Knie verschafft.

Danach fing es langsam an dunkel zu werden und wir warteten darauf, dass das jährliche “Howl o Scream” stattfand, bei dem sich die Angestellten im Park gruselig verkleiden und nur zum Ziel haben, dich zu erschrecken. Ausserdem wurden im Park mehrere “Gruselhaeuser” aufgestellt, in denen hinter jeder Ecke jemand lauerte um die Gaeste zu erschrecken. So sind wir durch das erste Gruselhaus namens “Unearthed” gelaufen, was ein Jahrhunderte altes Haus darstellen sollte, in dem mehrere Raeume zu Folterkammern und anderen gruseligen Orten hergerichtet wurde. Anfangs waren Orte, an denen man erschreckt wurde, sehr vorhersehbar, doch am Ende wusste man gar nicht mehr, wo sich die kostümierten Leute versteckten.

Als wir es aus dem Haus raus geschafft hatten, erwarteten uns auf dem Weg noch viel mehr sogenannte “Jump-Scares”, wo z.B. aus den Bueschen Zombies oder aus dem Nebel von den vielen Nebelmachienen uebel zugerichtete Krankenschwestern sprangen. Das naechste “Horrorhaus” hatte das Thema “Clowns” und beim Betreten bekam jeder Gast eine spezielle Brille, die einen die Farben viel greller wahrnehmen liess und einem die Sehtiefe nahm, so dass das Haus alles in allem sehr verwirrend war, was die vielen gruseligen Clowns nicht gerade wett machten. Als letztes Spukhaus gab es eins mit dem Thema Piraten, welches ich am gruseligsten fand, da die Angestellten ihre Rolle sehr gut gespielt haben. Gegen Ende haben wir den Abend mit ein paar weiteren Achterbahnen ausklingen lassen, die wir schon gefahren waren, da die Schlangen viel kuerzer waren als mittags, wie z.B. “Kunga”,”SheiKra” und “Falcon`s Fury”. Danach sind wir voellig erschoepft zum Ausgang gegeangen, wo uns ueberraschenderweise auch wieder Angestellte erschreckt haben. Wir waren jedoch viel zu muede um richtig darauf zu reagieren. Nach einem Stop bei Taco Bell und einem sehr anstrengendem, aber um so schoeneren Tag sind wir alle sofort ins Bett gegangen und haben ausgeschlafen

 

Tim Pilatzki

Freitag, 7.10.2016 – die Ruhe nach dem Sturm

Durch den Hurricane hatten wir auch am Freitag frei, was bedeutete, dass ich ausschlafen konnte. Meine Austauschschuelerin Lizzy und ich liessen uns am morgen sehr viel Zeit und fruehstueckten ganz angenehm. Am Abend davor hatten wir beschlossen, mit ihren Eltern nach Tampa zu fahren um die International Mall zu besuchen. Sie wollte mir unbedingt das Oculus Rift zeigen. Das ist ein Geraet, mit dem man Videospiele auf einer anderen Art und Weise spielen kann. Es bringt einem das Spiel naeher und ich wollte es gerne ausprobieren. Das, was ich bis jetzt nur in Videos gesehen hattee, probierte ich dann endlich Mal selber aus. Spaeter liessen uns meine Austauscheltern noch etwas Zeit fuer uns selber um gemeinsam durch die Laeden zu stoebern. Man sah vieles was man nicht in Deutschland finden wuerde. Laeden wie Sephora, American Eagle oder andere. Da aber unser Koffer nur eine bestimmte Anzahl an Kilogramm haben darf, muessen wir uns ja alle auch beschraenken und etwas zurueckhalten. Ich beschloss, mir als erstes neue Schuhe zu holen, da meine wegen dem Trip nach Circle B ruiniert waren. Dabei kaufte ich auch noch ein paar Geschenke fuer Freunde und Famile zu Hause.

Doch unser Tag war noch lange nicht zu Ende und so beschlossen wir gemeinsam, nach der Mall noch mit Shannon, Sanina, TJ, Stella und uns beiden ein Café namens “Picassoz” zu besuchen. Im hinteren Bereich des komplett bunt gemalten Ortes gab es die Moeglichkeit, verschiedene Formen von Porzellan anzumalen. Ein paar von uns waehlten Porzellanformen in Gestalten von Tieren (?) aus, waehrend andere wiederum normale Becher nahmen und sie interessant verzierten. Mithilfe von verschiedenen Farben, Schablonen und anderen Sachen schmueckten wir unsere Sachen. Wir haetten nicht erwartet, dass es so viel Spass macht, da es eher wie was fuer Kleinkinder wirkt, doch erstaunlicherweise genossen wir die Zeit. Es war langsam Zeit nach Hause zu gehen und meine Austauschmutter Ann kam auch schon an, doch beschloss sie selber noch was anzumalen! Das fand ich besonders erstaunlich, aber auf eine gute Weise.

Zu Hause angekommen war es aber fuer Lizzy und mich noch zu frueh um schlafen zu gehen, weshalb wir am Abend beschlossen einen Filmeabend mit gebuttertem und salzigen Popcorn, so wie die meisten Amerikaner es moegen, zu machen. Wir schauten uns “Pacific Rim” an und fingen danach mit der Serie “American Horror Story” an. Totmuede, aber auch gluecklich, legten wir uns spaeter in unsere Betten. Der Tag hat mir echt Spass gemacht und ich freue mich auch schon was in den naechsten Tagen passieren wird!

Nevruz Karakus

Donnerstag, 06.10.2016 – Die Ruhe vor dem Sturm…

Heute war ein eher untypischer Tag. Aufgrund des Hurricane “Matthew”, der sich Florida annähert, fiel sowohl für heute als auch Freitag in ganz Polk County die Schule aus, was bei allen für gute Laune gesorgt hat. Jedoch fiel mit diesem Beschluss ebenso der für heute  geplante Ausflug zu den Universal Studios in Orlando ins Wasser. Dafür konnten wir aber heute morgen endlich mal ausschlafen! Allerdings bin ich schon um 8 Uhr aufgewacht, da ich mich langsam an das frühe Aufstehen hier gewöhnt habe.

Am Morgen war dem Wetter noch nichts von dem Sturm anzumerken, der in die Kategorie 4 von 5 eingestuft wurde und damit der heftigste seit 2004 sein soll. Nach einem kurzen Frühstück und einer Tasse Kaffee haben wir den Morgen gemütlich verbracht. Es bestand für jeden die Möglichkeit, das zu tun, was er wollte, sei es Musik hören, Fernsehen gucken oder einfach nur im Bett oder auf der Couch chillen. Später sind wir, d.h. meine Austauschpartnerin Abbie, ihre Eltern, ihr Bruder und ich, zum Lunch zu “Sonny’s” gefahren, einem von vielen guten Restaurants hier in Florida, die auf BBQ und anderes Fastfood spezialisiert sind. Auf allen Fernsehapparaten wurde über “Matthew” berichtet.

Während des Essens haben wir durch Zufall

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Ein typisches Gericht, wie man es in einem amerikanischen Restaurant findet: ein “sliced pork sandwich”

erfahren, dass heute der sogenannte “National German-American Day” war, der an die ersten Familien erinnern soll, die von Deutschland nach Amerika übergesetzt waren und die nordamerikanische Küste am 06. Oktober 1683 erreichten. Beim Besuch des Restaurants sind einmal mehr die Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Essen aufgefallen, insbesondere in Bezug auf die Größe der Portionen bzw. der Getränke. Diese wurden nämlich in riesigen, breiten Gläsern serviert. Und auch die Burger und Pizzen, die in anderen Schnellrestaurants zu finden sind und hier als normal bezeichnet werden, übertreffen die von uns gewöhnten Größen bei weitem.

 

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Vor einem angekündigten Hurricane kaufen die Leute gerne Lebensmittel auf Vorrat. Wer also was haben will, sollte sich damit beeilen!

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Das Wetter war innerhalb von wenigen Minuten schlagartig umgeschwungen…

Nach dem Essen sind wir noch zu dem nahegelegenen Supermarkt “Publix” gefahren, um ein paar Vorräte zu kaufen, sollte der Sturm zu stark werden und man das Haus für einige Tage nicht verlassen können. Offenbar hatten viele Leute die gleiche Idee, denn die Regale in der Brotabteilung waren nahezu komplett leer. Als wir das Geschäft etwa 10 Minuten später wieder verliessen, hatte es bereits zu regnen begonnen. Daher hiess es: Schnell nach Hause und alle Fenster und Türen schliessen!

Heil zu Hause angekommen haben wir Brownies gebacken und anschliessend noch schnell alle elektronischen Geräte aufgeladen, weil mit einem Stromausfall zu rechnen war. Draussen regnete es sich ein, während wir es uns drinnen gemütlich machten. So verbrachten wir den restlichen Nachmittag damit, entweder noch ein Nickerchen einzulegen, Musik zu hören oder Gitarre oder Monopoly zu spielen. Am Abend gab es mexikanisches Essen und im Anschluss darauf kamen Verwandte sowie Freunde zu Besuch. Nachdem diese wieder gegangen waren, sah ich mir mit zwei von meinen vier Gastgeschwistern noch einen Film an.

Obwohl es danach schon spät war, nahm ich mir die Zeit, noch mit Freunden und der Familie in Deutschland zu kommunizieren, die der neue Tag bereits erwartete. Ich hingegen hatte noch die ganze Nacht vor mir mit der Gewissheit, auch am nächsten Morgen wieder ausschlafen zu können.

Der Sturm traf uns wider Voraussagen nicht besonders stark und auch der Strom fiel zum Glück nicht aus. Jedoch können wir jetzt behaupten, Florida von allen Seiten bezüglich des Wetters kennengelernt zu haben, was unserem Aufenthalt hier etwas Besonderes verleiht!

Leonie Wessels

Mittwoch, 5.10.2016 – Early Release Day – ein kurzer Schultag

Wie jeden moregen riss mich auch am heutigen Tag der Wecker um 5:00 Uhr aus dem Tiefschlaf. Nach der Morgenroutine und einem kurzen gemeinsamen Fruehstueck mit dem Austauschpartner (wie immer Muesli) ging es um 6:15 ins Auto fuer die dreissigminuetige Fahrt zur Bartow High School.

Um 6:40 fand dann das Treffen mit den deutschen und amerikanischen Schuelern sowie den jeweiligen Lehrern statt, bei dem wichtige Dinge fuer den Tagesablauf besprochen werden. Heute sollten wir unsere Austauschpartner den Tag ueber begleiten. Nur fuer unsere Gruppe stand in der letzten Stunde ein Besuch in Mr. Giles Tischlerei-Klasse an.

Zu Beginn des Schultages stand bei meinem Austauschpartner Chemie auf dem Stundenplan. Auffaellig war hier, dass der Kurs lediglich aus 8 Leuten besteht, sodass eine gute Arbeitsathmosphaere herrscht. Ausserdem habe ich dort einige Frageboegen zum Thema Vorurteile gegenueber Amerikanern verteilt, um unser Projekt weiter vorwaerts zu bringen. Am Anfang dieser Stunde bekamen die Schueler die Moeglichkeit, ihre eigenen Tests zu korrigieren um einen Teil der verlorenen Punkte zurueck zu bekommen. Den Rest der Stunde wurden Aufgaben zum aktuellen Thema bearbeitet, die dann anschliessend an der Tafel besprochen wurden.

Die zweite Stunde verbrachte unsere Gruppe dann in der Bibliothek, um die Auswertung der Frageboegen in Angriff zu nehmen.

Nach der, wegen des Early-Release Day, sehr fruehen Mittagspause ging es dann zum Geschichtsunterricht. Damit die deutschen Schueler sich nicht langweilen bzw. die amerikanischen Schueler nicht von der Arbeit abhalten wurden uns Zeitungsmagazine aus den Neunzigern zur Verfuegung gestellt. Es war fuer uns interessant zu sehen was die amerikanischen Medien zu der Zeit beschaeftigt hatte.

Wie zuvor genannt sind wir in der letzten Stunde in der Projektgruppe zum Unterricht von Mr. Giles gegangen, welcher sich mit dem Werkstoff Holz beschaeftigt. Uns wurde der “Klassenraum” gezeigt, welcher im Grunde wie eine kleine Werkstatt aufgebaut ist. Da fuer diese Art des Unterrichts kaum Geld zur Verfuegung gestellt wird, werden die Maschinen aus Spenden finanziert und die Arbeitstische und Stuehle selbst gebaut. Das Projekt dieses Kurses ist es, aus Brettern einen thronartigen Stuhl zu bauen.

Mir, der sehr an der Bearbeitung von Holz interessiert ist und im Rahmen des Schulpraktikums fuer einige Wochen in einer Schreinerei gearbeitet hat, hat diese Form des Unterrichts sehr gut gefallen. Gegen Ende der Stunde hat die Zeit leider nicht mehr ganz gereicht um selbst die Stichsaege zu benutzen und sich ein selbstgemaches Souvenir zu basteln.

Nach dem kurzen Schultag hatten wir nahezu den ganzen Nachmittag fuer uns. Daher haben wir uns mit einigen Leuten zum Mittagessen und Kino verabredet. Bei dem von uns besuchten Fim handelt es sich um “Magnificent 7”, einem typischen Wild-West Film mit viel Geballer und Spannung. Anschliessend haben wir Jungs die nahegelegene Mall besichtigt, waehrend sich die Maedchen mit Kleidung und Schuhen eindeckten.

Als wir dann nach einem langen Tag nach Hause gefahren sind, habe wir den Abend mit einem guten indischen Dinner ausklingen lassen. Waehrenddessen erreichte uns dann die Nachricht, dass die Schule die naechsten zwei Tage aufgrund eines herannahenden Hurricanes ausfiel. Da kam natuerlich Freude auf. Hurricane hin oder her. Wenn man weiss, dass man am naechsten Tag ausschlafen kann, schlaeft es sich immer noch am besten!

Luc Lenz

Dienstag, 04.10.2016 – Achtung, Alligatoren!

Der Tag begann für mich, wie jeder Schultag, um 05:10 Uhr. Marias Mutter weckt uns immer ziemlich unsanft (so kommt es mir zumindest vor), aber daran habe ich mich schon gewöhnt. :> Nach einem kurzen, jedoch nahrhaften, Frühstück ging es dann mit dem Auto zur Schule. Die Autofahrt dauert normalerweise 20min bis 30min und ist perfekt fuer einen erholsamen Nap zwischendurch.  Nachdem wir ausnahmsweise überpünktlich an der Schule ankamen, gingen wir zu Mrs. Scullys Room und hatten wie üblich eine kurze Besprechung über den Tagesablauf. Danach arbeiteten wir weiter an unseren Projekten über “Fiction, Facts & Stereotypes” und machten uns später mit dem wundervollen gelben Schulbus auf den Weg zum “Circle B Bar Reserve”, welches mit einem tropischen Landschaftspark vergleichbar ist.

Dort wurden wir schon von einer Biologin erwartet, die uns kurz erklärte, auf was wir bei unserem Programm achtet sollten und dann ging es auch schon mit Gummihosen und einem kleinen Vorrat an Wasser ausgerüstet auf zu einem etwas anderen Spaziergang – nämlich durch einen Sumpf. Ich persönlich fand das super, allerdings war manch Anderer von etwas Ekel erfüllt oder hatte ein Loch in seiner (noch so stylischen) Gummihose. Nach einem kurzen Marsch lag ein übler Geruch in der Luft, was daran lag, das wir ein bestimmtes Bakterium aufwirbelten, das sich normalerweise am Boden des Sumpfes befindet und für “Zersetzungsjobs” zuständig ist. Das erklärte uns die Biologin, als wir mitten im Sumpf standen und uns ein komisches Geräusch auffiel, was einem Motorbrummen ähnelte – es handelte sich um einen Alligator! Davon gab es, laut der Biologin, 4 in dem Sumpf, durch den wir gelaufen sind, und deswegen entschied sie nach einem kurzen Gang über eine Brücke, lieber nicht weiter auf Erkundungstour zu gehen (was echt schade war! 🙁 ). Wir begaben uns also zurück zu dem Holzhäuschen, bei dem wir auch schon begrüßt worden sind, wo wir allerdings nicht lange verweilten, da schon der nächste Programmpunkt angesagt war – eine Tram-Tour! 😀 Die Tram-Tour führte durch überaus ästhetische Gebiete des Circle B Bar Reserves, wie beispielsweise einem See mit Alligatoren (wer hätte das erwartet?) oder einer “Wüstenzone”. Wir machten auch einmal einen Zwischenstopp, um Lebewesen und Pflanzen zu untersuchen, die sich im Wasser befanden – dazu gehörten unter anderem kleine Shrimps, Schnecken oder Fischchen! Auf unserem Rückweg begegneten wir auch einer supergroßen Spinne, der sich aber nicht viele nähern wollten, denn alle freuten sich schon auf das 60-Mann-Lunch-Paket und hatten daher keine Ruhe mehr, um die Spinne zu bewundern. Bei der lang ersehnten Ankunft am Holzhäuschen (mit dem Essen) verabschiedete sich die Biologin nun von uns und wir stürzten uns praktisch auf das Essen (nach den Vegetariern natürlich 😉 ). Wir wussten schon vorher, dass das Lunch-Paket aus Sandwiches und Wraps für 60 natürlich ohne Probleme verdrückt werden kann, und dem war auch so. Da unser Programm nun zuende war, fuhren wir wieder zurück zur Bartow High und arbeiteten nochmal 45min konzentriert an unseren Projekten, bevor wir von unseren Austauschpartnern abgeholt wurden.

Maria und ich wurden früher abgeholt als sonst und waren deswegen auch früher zuhause, was von Vorteil war, da Maria immer viele Hausaufgaben aufhat, obwohl sie nicht auf der ‘IB’ ist. Ich half ihr also bei ihren Deutschhausaufgaben und verbrachte den Rest der Zeit damit, YouTube Videos zu gucken. Am Abend sind wir abschließend noch zu Shannon und Sanina gefahren, um den Tag entspannt am Pool ausklingen zu lassen! 🙂

Zoe Lampart

Montag, 3.10.2016 – Was ist eigentlich die National Honor Society?

“Good morning”… meine Austauschschuelerin kam zu meiner Tuer und weckte mich Um 05:00. Fuer einen deutschen Schueler kaum vorstellbar, aber nach 7 Tagen schon Gewohnheit. Zum Fruehstueck gab es Beef-Bacon (Bacon vom Rind, der gewoehnliche aus Deutschland ist vom Schwein) mit getoastetem Brot, dazu etwas Gemuese und Obst. Anschliessend sind wir mit dem gelben, typischen amerikanischen Schulbus etwa 30 Minuten zur Schule gefahren, wo wir von allen in Mrs. Scullys Raum schon erwartet wurden, da wir erneut etwas spaeter kamen, denn unser Bus  bleibt an einer anderen Schule (Gause Academy of Leadership and Applied Technology) gelegentlich stehen, um andere Schueler einzusammeln und mit zur Bartow-High nehmen. Als wir dort ankamen, hatten wir leider schon die Haelfte der morgentlichen Infoversammlung verpasst. Danach bin ich mit meiner Austauschschuelerin in ihrem Chemieunterricht gegangen, der sich jedoch relativ einseitig und langweilig gestaltete, da die Schueler eine “Quiz-Correction” zu erledigen hatten. Folglich sollten einige Schueler Aufgaben erledigen und anderen wurde ein neues Kapitel des Buches nahe gelegt. Nach dieser Stunde wurden wir wieder von unseren Schuelern zum “Media Center” der Schule begleitet, um dort weiter an unseren Projekten zu arbeiten. Diese handeln von Stereotypen, die zum Beispiel Deutsche gegenueber den Amerikanern haben. Einige Gruppen beschaeftigen sich dabei mit LIfestyle, Essverhalten und wir mit dem Sport an amerikanischen Highschools. Um diese zu ueberpruefen machen wir zum Beispiel Umfragen oder Interviews mit den amerikanischen Schuelern. Ungefaehr um 10:30 wurden dann schon die ersten zum Lunch in der Cafeteria der Schule abgeholt. Leider war dieses nicht sehr delikat, denn es gab ein Fleischbaellchen-Sandwich. Insgesamt ist das Essen der Schulcafeteria nicht das beste Essen, aber es ist essbar. Danach ging es wieder in die Bibliothek. Waehrend die meisten Gruppen weiter an dem Projekt gearbeitet haben, war eine Gruppe im Deutschunterricht bei Major Porter und eine andere Gruppe beim Werken bei Mr. Gliles.

Nachdem die Projekt-Arbeitszeit beendet worden war, ging ich mit meiner Austauschschuelerin zu einem Club Namens TSA (Technology Student Association), bei welchem nur Organisatorisches wie die Anschaffung von einheitlichen T-Shirts fuer Wettbewerbe und Kalendern besprochen wurden. Daher habe ich dort nur mitgeholfen, eine Umfrage von einer anderen Gruppe auszuweten. Als dieser Club zuende war, wurden wir von dem Gastvater  abgeholt und sind zu Walmart gefahren, weil wir dort unsere vergebliche Suche nach Postkarten fortfuehren wollten, da sich einige Verwandte sehr darueber freuen wuerden.

Zuhause angekommen war erstmal ein bisschen ausruhen angesagt, da jeder hier nicht genug schlaeft. Dabei bot es sich an, mit Freunden aus Deutschland Kontakt aufzunehmen, denn wenn wir aus der Schule kommen, sind diese noch wach und erreichbar. Anschliessend sind wir alle zum Dinner im Family-Room zusammen gekommen. Es gab Lasagne, die sehr lecker war und dazu verschiedene Arten von Gemuese.

Hierauf hat sich meine Austauschschuelerin ein sehr schickes Kleid angezogen und wir haben uns erneut auf den Weg zur Bartow-High gemacht, da dort die erste Versammlung und Wilkommenszeremonie fuer die neuen Teilnehmer der National Honor Society 2016-17 stattfand. Dabei gab es zuerst eine Einleitung durch die vorsitzende Schuelerin dieser Gruppe und andere Mitglieder. Anschliessend wurden alle 68 neuen Mitgieder per Namen auf die Buehne gerufen, haben ein Zertifikat erhalten und Gratulationen von  der Vorsitzenden der Schule bekommen.

mde

Anschliessend sind Mrs. Jennie Scully (Beraterin) , Mrs. Emilean Celmons (Bartow High School Direktorin) , Commandant Steve Cochran (SA Direktor) und Dr. Brenda Hardmann (IB Direktorin) nacheinander zum Rednerpult gegangen und haben Reden ueber zum Beispiel Entscheidungen oder Charakter gehalten. Leider konnten wir von diesem nicht alles verstehen, da die Reden in sehr gehobenem Englisch gehalten wurden.

Daraufhin sind einige Schueler mit in die Cafeteria gegangen, um dort beisammen etwas Torte zu essen und Wasser oder Limonade zu trinken. Nachdem wir dort unggefaehr eine halbe Stunde waren und mit vielen Leuten geredet hatten, sind wir leider durch Gewitter und Regen zurueck zum Auto und nach Hause gefahren.

eine der drei Torten

Weil ich mir nicht viel unter der NHS vorstellen konnte, habe ich meine Austauschschuelerin nun noch etwas ueber diese Organisation gefragt und sie erzaehlte mir, dass es in dieser Organisation um freiwillige Hilfe und Engagement geht. Man muesse viel gemeinnuetzige Arbeit leisten, um dort aufgenommen zu werden. Wenn man genug dieser freiwilligen allgemeinnuetzigen Arbeitsstunden geleistet hat, kann man dadurch eine Finanzierung des Colleges erreichen. Ausserdem erzaehlte sie mir, dass jede Schule eine NHS Gruppe haette, jedoch nicht jede national, wie die Bartow High.

Als wir unser Gespraech beendet hatten, habe ich mich fertig gemacht und diesen Tag beendet, indem ich ins Bett gegangen bin.

Theresa Bartel

Sonntag, 2.10.2016 – Familientag

Wir schreiben den 2.10.2016 und das heißt gleichzeitig auch – it’s my birthday! 🎂

Eigentlich war ein Ausflug zum Strand von Anna Maria Island geplant. Dieser wurde jedoch vor etwa zwei Wochen von der „Red Tide“ (Algenblüte) heimgesucht. Die „Red Tide“ führt dazu, dass sich Algen plötzlich und massenhaft vermehren. Diese Vermehrung führte zu einer großen Anzahl verendeter Fische und stellt zudem eine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar.

Aus diesem Grund wurde der Ausflug abgesagt und wir suchten nach einer Alternative. Die Schwierigkeit bestand dabei jedoch nicht darin eine Alternative zu finden, sondern vielmehr darin, sich für eine der zahlreichen verbleibenden Attraktionen zu entscheiden. Da die Aktivität für die Austauschschüler und auch deren Familien sein sollte, stellten wir relativ schnell fest, dass es keine einfache Aufgabe ist, etwas zu finden das für 100 Personen geeignet ist. Zudem kristallisierte sich immer mehr der Wunsch der deutschen wie auch der amerikanischen Austauschschüler heraus, einen Tag des Wochenendes zur freien Verfügung zu haben, sodass etwas mit der eigenen Familie unternommen werden konnte. Daher beschlossen wir letztendlich, den Tag zur freien Verfügung zu stellen.

Nun aber zu meinem eigentlichen Tagesablauf: Nachdem ich um 10 Uhr aufgewacht bin und alle Geburtstagswünsche aus Deutschland gelesen hatte, wobei mich einige davon aufgrund der Zeitverschiebung bereits am Tag zuvor erreicht hatten, ging ich in die Küche, um zusammen mit meiner Gastfamilie zu frühstücken. Auch wenn es in Amerika nicht üblich ist zu frühstücken, hat sich meine Gastfamilie mittlerweile daran gewöhnt, morgens mit mir zu frühstücken. Im Anschluss daran beschlossen meine Austauschschülerin und ich shoppen zu gehen.

Lakeside Village

Lakeside Village

Zunächst fuhren wir zu der Outdoor Shopping-Mall namens Lakeside Village. Dort gingen wir insbesondere in die Läden, die ich in Deutschland nicht habe wie z.B. Bath and Body Works oder Victoria’s Secret. Das Highlight dort war aber definitiv der Süßigkeiten Laden „Rocket Candy“. Dort konnte ich einige echt coole Süßigkeiten erstehen und danach verstand ich auch, weshalb dies einer der Lieblingsläden meiner Austauschschülerin ist.

Rocket Candy

Rocket Candy

Nachdem wir einige Dollar im Lakeside Village zurückgelassen und wir genug von der Hitze draußen hatten, fuhren wir in die Indoor Mall „Lakeland Square“. Dort trafen wir uns mit Nevruz und Ihrer amerikanischen Austauschschülerin, um uns zunächst einmal im Foodcourt zu stärken. Während bei meiner Austauschschülerin und mir die Wahl auf chinesisches Essen fiel, entschieden sich Nevruz und Ihre Austauschschülerin für Pizza. Zum Nachtisch gab es dann noch Brezeln mit Zimt von Auntie Anne’s. Gut gesättigt stürzten wir uns anschließend ins Einkaufsvergnügen. Mit der VISA Geschenkkarte, die ich von meiner Gastfamilie geschenkt bekommen hatte, shoppte es sich auch gleich viel besser.

Lakeland Square Mall

Lakeland Square Mall

Nachdem wir auch in der zweiten Mall einige Dollar zurückgelassen hatten, fuhren meine Austauschschülerin und ich zu Walmart, sodass ich einige amerikanische Süßigkeiten kaufen konnte. Das Problem war dabei jedoch, dass Amerika für deutsche Verhältnisse nur Familiengrößen hat, und somit verwarf ich den Plan, Süßigkeiten mit nach Hause zu nehmen. Natürlich habe ich mein Geld nicht nur in Junkfood investiert, sondern auch in sinnvolle Dinge wie z.B. in den 195 Eos (fuer die, die es nicht wissen: Es handelt sich um einen Lippenbalsam), falls die anderen 194-mal kaputt gehen sollten.😅

Anschließend sind wir nach Hause gefahren, um die Einkäufe abzuladen und uns kurz umzuziehen. Auf der Fahrt nach Hause sah ich einen Aldi und fragte meine Austauschschülerin, ob sie dort regelmäßig einkaufen geht. Zur Antwort bekam ich zu meinem Verblüffen, dass sie nicht mal wisse, wer oder was Aldi überhaupt ist. Das werde ich, wenn sie nach Deutschland kommt definitiv ändern müssen.

Sakura

Sakura

Nachdem wir unsere Einkäufe abgeladen und uns umgezogen hatten, fuhren wir mit der ganzen Familie nach Sakura, einem japanischen Restaurant, in dem die Köche das Essen direkt am eigenen Tisch zubereiten. Ehe der Koch anfing die Hauptspeise vor unseren Augen zuzubereiten, gab es einige echt gute Sushi als Vorspeise. Während der Koch die Hauptspeise zubereitete, unterhielt er uns gleichzeitig blendend. Mal ließ er eine Zwiebel in Flammen aufgehen, mal warf er uns Zucchinistücke zu, die wir mit dem Mund fangen sollten, und mal warf er einfach nur die Fleisch Stücke durch die Luft. Nachdem wir das Essen probiert hatten, waren wir uns alle einig, dass nicht nur das Entertainment hervorragend war, sondern auch das Essen. Lediglich die Portionen waren mal wieder zu groß, sodass wir uns den Rest einpacken ließen. Zum Abschluss durfte natürlich auch ein Geburtstagsständchen nicht fehlen, zu dem ich zudem ein Eis inklusive brennender Wunderkerze serviert bekam. Nach diesem gelungenen Abschluss des Tages fuhren wir gut gesättigt nach Hause und fielen müde ins Bett. Das war definitiv ein Geburtstag, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Stella M. Goerz

Samstag, 1.10.2016 – Auf der Putnam Ranch

Diesen Morgen wurde ich um ca. 9 Uhr morgens wach. Ich zog mich um, nahm eine Dusche und fruehstueckte anschliessend Cornflakes. Waehrend meine Austauschmutter frisch gebackende Brownies aus dem Ofen holte, packten Mason (mein Austauschschueler) und ich das Auto. Um ca. 10:20 Uhr fuhren wir dann los, obwohl wir eigentlich um 10:30 Uhr haetten da sein muessen. Nach einer etwas rasanten und von Orientierungsproblemen gepraegten Fahrt kamen wir dann img-20161002-wa0010aber um ca. 11:00 Uhr an. Das Essen war bereits fast fertig und wir machten uns bereit fuer den Heuwagen, der uns ueber die Ranch fahren sollte. Wir stiegen auf den Heuwagen und die holprige Fahrt ging los. Wir sahen viele Kuehe und Mr. Giles erzaehlte uns etwas ueber die Tiere. Manchmal fuhren wir sogar durch kleine Tuempel und es wurde sehr ruckelig. In manchen Bueschen lagen kleine Kaelber und Mr. Giles erzaehlte uns, dass diese erst ein paar Tage alt waren und von der Mutter versteckt werden, damit sie nicht von Raubtieren entdeckt werden. Alligatoren sahen wir jedoch an diesem Tag nicht. Nach einem Selfie mit allen zusammen war die Fahrt dann aber auch schon zu Ende.

gruppenfoto-lehrer-ranchAnschliessend begann dann das hervorragende Barbecue. Es gab Hot-Dogs, Burger und Salate. Nachdem wir uns gestaerkt hatten, gab es dann noch ein Dessert, und manche von uns und den Familien machten ein paar Marshmallows ueber dem Lagerfeuer oder spielten Football. Wir wurden anschliessend von Frau Klein, der deutschen Generalkonsulin in den Vereinigten Staaten mit Sitz in Miami, besucht. Sie erzaehlte uns, dass sie aus Deutschland kommt und nur 2-3 Jahre in jedem Land Deutschland vertritt. Ihre Aufgabe ist es, in dem ihrem zugewiesenen Amtsbezirk in erster Linie die Interessen der Bürger des Entsendestaates im Empfangsstaat wahrzunehmen.

gruppenfoto-schueler-ranchDanach gab uns Mr. Giles ein paar Kuerbisse, in die wir jeweils mit unserem Austauschpartner DInge reinschnitzen konnten. Mason und ich entschieden uns, das Logo der Florida Gators (Football-Team) reinzuschneiden. Wir machten ein Foto mit allen zusammen und anschließend fuhren wir nach Hause.

Auf dem Heimweg war ich sehr muede und bin fast eingeschlafen. Nach einer Stunde Ruhezeit ging es dann los Richtung Orlando in die Universal-Studios zu den Halloween Horror Nights 2016. Kurz vor Orlando begann es dann aber sehr stark an zu regnen und zu gewittern, was uns aber nicht daran hinderte, trotzdem den Park zu betreten. Bereits nach dem Weg zur Kasse waren wir voellig durchnaesst. Dennoch kamen wir ohne Probleme rein. Ich fande es sehr beeindruckend, dass unsere Taschen usw. wie am Flughafen extra durchsucht wurden. Als wir dann drin waren, hoerte es immernoch nicht auf und wir kauften uns jeweils einen Poncho fuer ganze 5$, weil die regulaeren Geschaefte ausverkauft waren. Als erstes war ich sehr beeindruckt, wie viel Geld und Muehe in diesen Park gesteckt wurden. Alllerdings waren die Monster, die durch den Park laufen, vorerst wegen dem Wetter nicht draussen. Als erstes gingen wir in das Transformer Fahrgeschaeft. Bereits in der Warteschlange wurde klar, dass hier viel Aufwand betrieben wurde. In dem Fahrggeschaeft ging es dann los. Man sass in einem Auto wie in einer Achterbahn  und wurde dann von Optimus Prime und Co. herumgeschleudert. Eines der besten Fahrgeschaeffte, in dem ich je war. Das war so unglaublich echt als wenn man Teil des Films waere. Das naechste Fahrgesschaeft war dann das Mummy Ride. Davor wurde ich bereits vorgewarnt, dass es sehr schnell werden wuerde. Der Wagen beschleunigte dann auch am Anfang von Null auf ca. 72 km/h. Nach lauter Specialeffects und Rueckwaertsfahrten ging es dann in die Harry Potter Welt. Bei Nacht war dies eine sehr aufregende Kulisse, und mit dem Gewitter war es noch besser. Die Biltze sahe aus wie Spezialeffekte und erzeugten eine einzigartige Atmosphaere. Nach einer Portion Fish’n’Chips begaben wir uns dann Richtung Man in Black und Krustyland. In dem Men in Black Ride wurde man hin und her gedreht und musste gleichzeitig mit einer Laserpistole Aliens abknallen. Grady (der Bruder von Mason) schaffte eine Punktzahl von 158.000 und brach damit den Tagesrekord. Im Krustyland wurde man dann auf eine virtuelle Achterbahnfahrt eingeladen und der Regen verzog sich. Dann kamen auch die Monster raus. Ueberall liefen Leute mit Kettensaegen rum und jagten einem hinterher. Als erstes gingen  wir in das Krampus Haus, wo Mason und ich nur Arm in Arm und schreiend durchgelaufen sind und von einer Art Weinachtsgeistern hinter jeder Ecke erschreckt wurden. Auf dem Weg zum The Walking Dead Haus wurden wir dann von blutigen Krankenschwestern, Monstern aus der Vergangenheit und Kettensaegenfreaks erschreckt. Vor dem Haus mussten wir dann ca. 40 Minuten warten. Mitten in der Schlange gab es einem Getraenkestand, der Bier, Softdrinks und passend zum Thema chemisch aussehenden Schnaps in Reagenzglaesern verkaufte. Als wir dann drin waren, war Ich sehr beeindruckt, wie echt die Kostueme waren und wie gut die Schausteller die Faehigkeit besaßen einen zu erschrecken. Zum Schluss aßen wir noch ein Eis und begaben uns dann auf dem Heimweg. Ich war sehr muede und fiel dann um ca. 1:00 Uhr nachts ins Bett.

 

Johannes Bartel

Freitag, 30.09.2016 – Das Footballspiel in Lakeland

Der Tag begann fuer mich um 5 Uhr morgens, denn da klingelte mein Wecker. Anfangs war es eine ziemlich grosse Umstellung so frueh aufzustehen, doch mit der Zeit gewoehnte man sich an den neuen Schlafrhythmus und es wurde zu einer Art Routine fuer mich. Ich blieb noch 5 Minuten in meinem Bett liegen und nutzte die Zeit, um mit meiner Familie in Deutschland zu telefonieren. Durch den sechsstuendigen Zeitunterschied ist es schwierig, den ganzen Tag mit ihnen in Kontakt zu bleiben, daher hatte ich ihnen vieles von meinen neuen Erfahrungen und Eindruecken zu erzaehlen. Sie waren alle sehr froh, dass es mir gut geht und es mir in meiner Gastfamilie gefaellt. Anschliessend machte ich mich im Badezimmer fertig fuer den Tag an der Bartow High School und packte meine Schultasche. Besonders wichtig war der ID Badge, denn ohne die Ausweiskarte, die wir bereits am Montag bekommen hatten, ist es nicht erlaubt, das Schulgelaende zu betreten. Wie auch an den anderen Tagen haben wir zum Fruehstueck Waffeln aus dem Toaster gegessen und sind anschliessend mit dem Auto zur Schule gefahren. Es kam mir vor wie mitten in der Nacht, aber es war schon warm draussen. Im Gegensatz zu uns haben viele der Austauschschueler bereits ihren Fuehrerschein und ein eigenes Auto.

Nach 20 Minuten Autofahrt haben wir das Schulgelaende erreicht und haben uns wie immer in Mrs. Scully’s Raum getroffen, um den Tagesablauf fuer den Schultag und fuer das kommende Wochenende zu besprechen. Heute haben wir an unseren Projekten weitergearbeitet und haben daher unsere Austauschschueler nicht mit in den Unterricht begleitet. Meine Gruppe beschaeftigt sich genauer mit den Vorurteilen ueber amerikanische Sportarten. Gegen 8 Uhr bekamen wir Besuch von Mrs. Barthel. Sie arbeitet an der Summerlin Academy und konnte etwas Deutsch sprechen, da ihr Ehemann aus Deutschland kommt und sie daher an mehreren Sprachkursen in Deutschland teilgenommen hat. Sie hat uns von ihren Erfahrungen in Deutschland erzaehlt und ich fand es sehr interessant zu erfahren, was Amerikaner ueber Deutschland denken. Noch vor der Mittagspause habe ich mit meiner Projektgruppe den Deutschunterricht an der Summerlin Academy besucht. Es war interessant zu sehen, wie der Deutschunterricht aufgebaut ist. Major Porter, der Deutschlehrer, konnte sehr gut Deutsch sprechen und auch wir durften den Schuelern bei ihren Aufgaben helfen. Danach bin ich mit Audrey, meiner Austauschpatnerin, in die Schulcafeteria gegangen und wir haben unser Lunch gegessen, welches wir von Zuhause mitgenommen haben. Den Rest des Schultages haben wir an unseren Projekten weitergearbeitet.

Nach der Schule sind wir nach Hause gefahren und haben einen kleinen Snack gegessen. Am spaeten Nachmittag sind wir zu einem Footballspiel in Lakeland gegangen, denn das Team der Schule hatte ein Spiel. Ich war ueberrascht, dass so viele Fans, inklusive der Cheerleader der Bartow High School, zu dem Footballspiel gekommen waren. Fuer mich war es eine gute Gelegenheit, auf das ein oder andere Vorurteil zu achten. Es war das erste Footballspiel, das ich mir angesehen habe, und obwohl ich nicht mit den Spielregeln vertraut war, hatte ich sehr viel Spass. Die Cheerleader feuerten die Spieler mit vielen abwechslungsreichen Stunts, Taenzen und Anfeuerungsrufen an. Leider haben wir verloren. Trotzdem haben die Spieler ein gutes Spiel abgeliefert und wir konnten einen Einblick bekommen. Nach dem Spiel sind wir mit vielen anderen Austauschschuelern noch zu Steak’n’ Shake gefahren und haben den Abend noch mit einem der besten Milchshakes, den ich je getrunken habe, ausklingen lassen.

img_59911  Leonie Hofmann

Ich hatte sehr viel Spass und ich freue mich schon auf die kommenden Tage!

Leonie Hofmann

Donnerstag, 29.9.2016 – Ein erlebnisreicher Tag!

Wie jeden Morgen fuhren wir mit dem Auto zur Schule. Wir brauchen ca. 40 Minuten, die wir heute groesstenteils mit Schlafen verbracht haben. Normalerweise faehrt die aelteste Schwester, aber sie erledigte noch einen Restteil ihrer Hausaufgaben, was zur Folge hatte, dass das Fruehstueck ausfiel. Somit gab es Kekse fuer den Weg. Der Song “Style” von Taylor Swift lies amerikanisches Feeling aufkommen. In der Schule, bzw. in Mrs Scullys Raum, angekommen, besprachen wir die die anstehenden Ausfluege fuer den Tag: ein Besuch in der Molkerei der Supermarktkette Publix und dem Florida Southern College standen an.

Leider begann der Tag mit einer schlimmen Nachricht. Bei der Morgenbesprechung wurden wird darueber informiert, dass einer unserer Mitschueler in Deutschland gestorben ist. Wir sind sehr traurig darueber und moechten unser Mitgefuehl und Beileid fuer die Familie und Freunde zum Ausdruck bringen.

Nach einer Schweigeminute und einigen persoenlichen Gespraechen haben wir dennoch zunaechst an unseren Projekten weitergearbeitet. Wir verliessen anschliessend das Schulgelaende um kurz nach neun und fuhren mit dem typisch gelben, amerikanischen Schulbus zu Publix. Dort erwartete uns Greg Rudolph. Er erzaehlte uns etwas ueber die Produktion von Milch, Eis und Joghurt. Dafuer gingen wir durch die grossen Produktionshallen. Es ist doch faszinierend, wie viele Schritte und Geraete noetig sind, damit wir mit Milch, Joghurt und Eis versorgt werden koennen. Nach der Fuehrung bekamen wir zum Abschluss das heiss ersehnte Eis. Wir hatten Irish Cream, Peppermint und Apple Pie zur Auswahl. Mein persoenliches Highlight: Apple Pie. Alle waren begeistert und waeren gerne laenger gelieben.

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(Quelle: Publix Coorperation)

Vor dem Bus wurde ich fast vergessen, aber letztendlich konnten wir dann alle gestaerkt, gluecklich und zufrieden zum College aufbrechen. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir an der Privatuniversitaet an. Aber mit dem Eis im Magen gingen wir zuerst einmal in die Mensa. Die Auswahl der Mahlzeiten war gross und der Blick auf den See atemberaubend. Leider hatten wir nicht genug Zeit das Essen in Ruhe zu geniessen, da sich einige von uns (inklusive mir) im College-Shop eindeckten. Um 12:30 wurden wir dann bei leichtem Regenschauer von Cassie und Kennedy, zwei Studentinnen, in 10er Gruppen ueber den Campus gefuehrt. Es war ziemlich beeindruckend! Die Uni verfuegt neben den Lern- und Arbeitsraeumen u.a. ueber ein eigenes Kino, ein Fitnessstudio, einen Rosengarten mit ueber 200 verschiedenen Sorten, zwei Wohnheime fuer die Studenten und einen Brunnen.

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(Bild: Herr Hessbrueggen)

Abgeholt wurden Annika und ich von unserer Gastmutter, da Annikas Austauschschuelerin Victoria noch zum Klavierunterricht musste und wir es sonst nicht rechtzeitig geschafft haetten. Meine Austauschschuelerin war waehrenddessen noch beim Schwimmtraining. Nach einem ganz kurzen Drive-Thru (Drive-In in Deutschland, hier heisst es thru 🙂 ) bei McDonald’s, kamen wir an einem eher kleinen Haus an, irgendwo in Lakeland. Dort wurden wir von der Lehrerin empfangen und sahen Victoria eine Stunde lang beim Klavierspielen zu. Ich empfand es aber nicht als langweilig, sondern bewundere die IB-Schueler, die zuerst deutlich frueher aufstehen, den Tag in der Schule verbringen, evtl. zum Musikunterricht gehen, eine Sportart von der Schule betreiben und anschliessend noch bis tief in die Nacht Hausaufgaben machen. Die Klavierlehrerin erzaehlte uns noch, dass sie fuer ein paar Semester in Deutschland gelebt hat, um die deutschen, klassischen Musiker wie Bach ‘kennenzulernen’.

Anschliessend sind wir nach Hause gefahren und haben, nach ein paar Folgen auf Netflix und einer leckeren Mahlzeit, entschieden, dass wir in die Lakeland Square Mall bei uns um die Ecke fahren. Es hat uns sehr viel Spass bereitet und es hat sich gelohnt. Gluecklich und um einige Dollar aermer sind wir relativ schnell ins Bett gegangen.

Wir hatten einen schoenen Tag und freuen uns ueber die freundliche Aufnahme durch die Gastfamilie. Ich bin schon gespannt auf die naechsten Tage!

 

Greta Duemenil

Mittwoch, 28.09.2016 – Ein Tag voller Ausflüge

Mein Tag begann um 5 Uhr als der Wecker mich weckte. Mittlerweile habe ich mich schon auf das frühe Aufstehen gewöhnt und es fühlt sich mittlerweile sogar schon wie eine Morgenroutine an. Im Haus meiner Partnerin Victoria, mit der ich mich unglaublich gut verstehe, gibt es drei Badezimmer. Aus diesem Grund ist es glücklicherweise möglich, sich morgens ganz in Ruhe für die Schule fertig zu machen. Als ich an diesem Morgen die Treppe hinunterging, stand meine Gast-Mom bereits in der Küche und bereitete das Frühstück für uns vor. Es gab Spiegelei, Bacon und einen Käse-Stick. Sie ist eine sehr aufmerksame, liebevolle Person, dich mich und Greta (die ebenfalls in der Familie untergebracht ist) sehr herzlich aufgenommen hat und sich stets um unser Wohlsein sorgt.

Zur Schule fährt uns jeden Morgen Valory, die älteste Tochter der Familie. Die Fahrt von Lakeland nach Bartow dauert etwa 40min. Da wir unsere morgendlichen Meetings in Mrs. Scully’s Klassenzimmer immer um 6:40 starten, müssen wir das Haus spätestens um 6Uhr verlassen. Die Fahrt heute, war sehr lustig. Wir haben auf dem Weg Musik gehört und fröhlich mit gesungen. Vanessa, die Partnerin von Greta, kann wirklich gut singen!

Nach dem Meeting hatten wir Zeit, um an unserem Projekt weiterzuarbeiten. Heute sind wir wirklich weit gekommen. Gegen 7 Uhr, war der Pledge of Allegiance. Da wir uns im Media Center befunden haben, waren nicht sehr viele Amerikaner außer uns anwesend, dennoch haben auch wir uns zu der nächstgelegenen US Flagge gedreht und unseren Respekt erwiesen. Auch dies ist mittlerweile ein Teil unseres Alltags geworden. Dann folgt die übliche Durchsage. Bei dieser Durchsage lobt die Schulleiterin ihre Schüler und bedankt sich für die gute Mitarbeit. Außerdem spricht Sie auch noch einmal die Sicherheitsvorkehrungen an, damit auch alle informiert und sicher in den Tag starten. Im Media Center haben wir netterweise personalisierte Computerzugänge und sogar Laptops für unsere Projektarbeit zu Verfügung bekommen, die wir  sehr gut für unsere Arbeit einsetzen konnten. Wir haben uns wirklich sehr darüber gefreut.

Bartow Police DepartmentNach der Projektarbeit ging es auch schon bald zum etwa 1 km entfernten Bartow Police Department. Dort wurden wir bereits sehr gespannt erwartet. Uns standen zwei Police Officer zu Verfügung, die während der Führung gerne Fragen beantworteten und uns einen Einblick in ihr Präsidium gegeben haben. Uns wurden sogar zwei Einzelhaftzellen gezeigt. Die Zellen sind sehr klein und ungemütlich. Es ist dort sehr dunkel und die Zellen verfügen über keine Fenster. Nur eine kleine Toilette, ein Waschbecken und ein Bett befinden sich dort. Als wir ankamen waren beide Zellen frei. Bei der Bartow Police durften wir aus Sicherheitsgründen leider keine Fotos machen. Nach der Führung durch das Gebäude sind wir auf das Gelände gegangen um einen weiteren Polizeibeamten und seinen Polizeihund Flash kennenzulernen. Flash ist ein deutscher Schäferhund. Lustigerweise führt dieser nur deutsche Befehle aus, daher kennen die Polizisten das ein oder andere deutsche Wort. Flash hat sofort auf die Kommandos ‘Sitz’ und ‘Bleib’ gehört. Für uns war es sehr amüsant, den Polizisten diese deutschen Wörter sagen zu hören. Nachdem wir Flash etwas näher kennengelernt hatten, durften wir ihn auch streicheln. Doch schnell haben wir gemerkt, dass der nett aussehende Flash nicht ohne Grund ein ausgebildeter Polizeihund ist. Bei einer Trainingssituation band sich der Polizist ein Polster um seinen Arm und ließ sich von Flash beißen. Für uns als Außenstehende war es sehr interessant, einen richtigen Polizeihund bei seiner Arbeit zu beobachten. Danach sind wir weiter zu den Streifenwagen gegangen. Die Officer haben weitere Fragen beantwortet und anschließend noch ein Gruppenfoto mit uns gemacht. Dann zeigten sie uns den Weg zum etwa zwei Minuten entfernten Bartow Fire Department.

Bartow Fire Department

Beim Bartow Fire Department wurden wir sehr herzlich vom Feuerwehrmann Mike Hancock aufgenommen. Er hat sich sehr über unseren Besuch gefreut und konnte es nicht abwarten, uns sein zweites Zuhause zu zeigen. Anders als beim Polizeipräsidium haben wir bei Herrn Hancock einen Einblick in sein privates Leben bezüglich der Folgen seiner Berufswahl bekommen. Er verbringt bis zu 24h und manchmal sogar auch mehrere Tage im Department, ohne zu wissen wann er wieder nach Hause kann. Es ist ihm eine Ehre für Menschen da zu sein und ihnen in Notfällen zu helfen. Als er uns Geschichten von älteren Einsätzen berichtete, kamen ihm die Tränen. Er erzählte uns von einem Fall, wo ein Kind vor seinen Augen starb und die Feuerwehr nicht die Mittel hatte, um diesem zu helfen. Fire Department - Group pictureDanach ging die Besichtigung weiter. Er zeigte uns sein Dienstzimmer und erklärte uns die Schichtaufteilung in seinem Department. Danach rutschte er sogar die goldene Feuerwehrstange herunter und erzeugte sehr viel Begeisterung in unserer 23-köpfigen-Gruppe. Dann schauten wir uns noch einen Einsatzwagen an und durften sogar einsteigen. Zum Abschluss haben wir noch ein Erinnerungsfoto mit dem nettesten Feuerwehrmann aller Zeiten gemacht. Er hat uns zum Abschied allen, das auf dem Foto abgebildete Abzeichen, geschenkt.

Nach den ersten beiden Ausflügen war es schon Zeit fürs Essen. Wir sind zum nahegelegenen Pizza Palace gegangen. Die Pizza Stücke waren sehr groß und lecker!

museumDas Polk County Museum befindet sich gleich gegenüber dem Pizza Palace. Dort erwartete uns Jayme Jamison, die uns durch das Gebäude führte. Sie gab uns einen kurzen Einblick in die Geschichte von Florida. Der interessanteste Moment war im Court Room. Dort durften wir uns im originalen Gerichtsraum setzen und haben ein Szenario nachgespielt. Jeder in der Gruppe hat eine Rolle übernommen. So konnten wir uns einen Gerichtsprozess in den 1930er Jahren besser vorstellen. Die Führung war insgesamt sehr lehrreich und informativ. Vorallem war es interessant zu sehen, wie sich Florida eigentlich zu dem, was wir während unseres Austausches kennenlernen, entwickelt hat.

Gegen 14 Uhr trafen wir wieder in der Bartow High School ein und wurden von unseren Partnern abgeholt. Vanessa hatte heute Schwimmtraining, somit habe ich die Zeit mit Victoria in der Stadtbücherei verbracht. Dort kenne ich mich mittlerweile etwas besser aus und ich konnte die Zeit sehr gut dazu nutzen, um an meinen Schulaufgaben weiter zu arbeiten. Nach dem Schwimmtraining fuhren wir zu Taco Bell und Greta und ich konnte dort unsere ersten Burritos probieren und ich muss sagen, sie waren wirklich sehr lecker!

Das war’s von mir. Ich freu mich schon sehr auf die kommenden Tage!

Annika Jeyasingam

Dienstag, 27.09.16 – Zusammen macht’s am meisten Spass!

Heute stand für uns ein normaler Schultag mit unseren Partnern an, da das Media Center, in dem wir normalerweise in der ersten Periode an unserem Projekt arbeiten, geschlossen war und wir somit den ganzen  Schultag unserer Austauschpartner miterleben konnten. Wie immer trafen wir uns morgens um 6:40 in Mrs. Scullys Raum um zu besprechen, was für den Tag alles ansteht. Diesen Morgen war es aber nicht so schlimm früh aufzustehen, da wir – wie es sich herausstellte – heute Kuchen und Cookies vom vorherigen Abend, über den Lukas berichtet hat, noch übrig waren und wir diesen natürlich auch mit viel Vergnügen gegessen haben 😆 Danach ging es zusammen mit Grant, Sanina Lukas und Greta in den Mathematik Unterricht, da Kimmy, meine Austauschpartnerin, eigentlich in der ersten Stunde keinen Unterricht hat. Der Lehrer war total witzig und hat sich auch mit uns unterhalten und Späße gemacht. Ich fand ihn total witzig, weil er so locker drauf war und witzige Sachen gemacht und gesagt hat. 🙂 Nach der Stunde ging es wieder weiter mit Kimmy und – welch Überraschung: wir hatten wieder Mathematik bei dem gleichen Lehrer und im gleichen Raum, denn hier auf der Schule hat jeder Lehrer seinen eigenen Klassenraum in dem er immer Unterricht und somit die Schüler zu ihm kommen und nicht anders herum. Es hat mich total überrascht, dass der Kurs so klein  war, da es nämlich nur 8 Schüler in Kimmys Mathematik Kurs gibt, was ich total angenehm vom Lernklima her finde. Da wir ja den gleichen Lehrer hatten, wusste ich, dass es eine coole Stunde werden wird – und das wurde sie auch. Wir haben ein Tennisball-Experiment gemacht, welches ich auch für euch abfotografiert habe. Nach Mathematik ging es in die Lunch-Pause und heute habe ich einen super leckeren Hähnchen Salat gegessen. So machten wir uns auf dem Weg zum Geschichtsunterricht bei Mrs.Scully, wo es mal wieder für alle den Kuchen gab. Die Schüler haben sich auf einen Test vorbereitet, der am nächsten Tag stattfinden sollte, und nach dem Geschichtsunterricht war ich total gespannt auf den interessantesten Unterricht: Deutsch.

Wir machten uns auf den 5 minütigen Weg durch die Hitze zu den etwas abgelegenen Bungalows der Summerlin Academy, in denen Deutsch und noch mehr unterrichtet wird. Wir saßen alle in einem Stuhlkreis und sollten uns gegenseitig auf Deutsch vorstellen, was auch bei allen geklappt hat, und danach sollten ein paar etwas Interessantes über sich erzählen, darunter auch wir drei Deutschen. Aber als der Lehrer, der übrigens sehr gut deutsch spricht, die Amerikaner gefragt hat, herrschte nur Stille und auch auf die darauf folgenden Fragen über die aktuelle Trump – Clinton Debatte. Wir haben dann Arbeitsblaetter bearbeitet die für uns deutsche natürlich „easy- peasy“ waren, und im Anschluss haben wir ein super witziges Spiel gespielt bei dem man mit einer App auf dem Smartphone in einer Gruppe ein Deutsch-Quiz spielen konnte und auch angezeigt wurde, wer am schnellsten geantwortet hat. Das wurde dann auch über den Beamer auf die Wand übertragen. Insgesamt fand ich den Unterricht super interessant aber ich war auch erstaunt, wie wenig Deutsch die Schüler doch eigentlich sprechen können. Da wir heute nicht mit dem Auto gekommen sind, wurden wir screenshot_20160928-080007von Mason und Johannes mitgenommen und waren bei Wendy‘s essen. Es war total billig und lecker. Ich meine, wer kann sich schon über einen großen Burger, Pommes, Chicken Nuggets und einen Eis –  Milchshake für nur 4 $ beschweren? 😉 Danach ging es kurz ins Fitnesstudio und direkt zum Schwimmtraining von Kimmy und Mason. Grant, Lukas, Jan, Johannes, Michael und ich haben währenddessen nebenan Tennis gespielt. Auch wenn nicht wirklich ein Spiel zustande kam, war es trotzdem total witzig. 😎 Als Kimmy fertig war, wurden wir von ihrer Mutter abgeholt und sind zusammen nach Hause gefahren, welches ca. 40

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Auf dem Weg zum Spiel waren wir noch beim Starbucks Drive-through und haben uns einen erfrischenden Tee gegoennt (was ich immer noch unglaublich finde, da es so einen Drive-trough bei uns nicht gibt!)

Minuten entfernt von der Schule ist. Zuhause haben wir uns kurz ausgeruht und sind dann zu einem Lacrosse Spiel von Noah gefahren, welches interessant anzuschauen war, da wir diese Sportart in Deutschland überhaupt nicht kennen. Als es zuende war, machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Hause und den Rest des Abends verbrachten wir auf der Couch. Das Wetter war großartig und solche Tage wie diese zusammen mit vielen anderen Freunden und Austauschpartner sind die tollsten und lassen mich noch mehr auf die folgenden Wochen freuen. Ich bin unglaublich froh ein Teil davon zu sein! 😛  ➡

 

Natalie Kordt20160927_190740

Montag, 26.09.16 – Erster Schultag und “Welcome Dinner”

Der erste Tag begann um 4 Uhr. Mein Austauschpartner weckte mich und ich machte mich im Bad für die Schule fertig. Nachdem ich auf dem Weg vom Bad zu unserem Zi20160928_045858mmer das Handy verloren habe, brachte uns meine Austauschmutter zur Bushaltestelle. Im Bus war es dunkel und ziemlich leer. Nach ca. 15 min Fahrt mussten Christian und ich umsteigen. Und dieser Bus war ziemlich anders. Musik lief über die Busboxen und zwischen den Bänken tanzten zwei Schüler (die Schulbusse sehen aus wie die aus den Filmen – also gelb und Bank an Bank gereiht. Man hat jedoch ziemlich wenig Platz). Es wurde etwa dieselbe Musik wie in Deutschland gespielt. Die Busfahrerin fuhr grausam. Als sie einmal abrupt stoppte, vergoss ein Schüler eine ganze Dose Cola (1 Liter), welche durch den kompletten Bus floss. Die meisten Schüler sind zu Beginn eingestiegen, jedoch kamen mit jedem Halt ein paar Schüler mehr hinzu. Als wir an der Bartow High School angekommen sind, war es immer noch dunkel. Wir sind über eine Wiese zu Mrs. Scullys Raum gegangen. Vorher waren wir in der Cafeteria, um uns ein kleines Frühstück zu holen, welches kostenlos ist. In Mrs. Scullys Raum 20160926_162628wurden uns die Pläne für den Tag gesagt. Nachdem unsere Austauschschüler uns verlassen hatten, gingen wir in die “Library”, um unsere Schul-ID-Karten anfertigen zu lassen. Jeder wurde in Zweiergruppen aufgerufen. Es wurde außerdem nochmal über die Programmpunkte in Amerika geredet, da sich manche Daten geändert haben. Danach haben wir über das Projekt gesprochen. Wir werden “Stereotypes” über die USA untersuchen. Die Gruppe wurde in Kleingruppen eingeteilt, in denen verschiedene Arten von Vorurteilen behandelt werden sollen. Meine Gruppe beschäftigt sich mit den Essgewohnheiten der Amerikaner. In der ersten Pause wurden die ersten zum Essen abgeholt. Ich blieb mit ein paar anderen, welche zu späteren Zeiten essen gegangen sind, in der Library und sahen uns Kochbücher an. Nach etwa 20 min. kamen die anderen wieder und wir erhielten eine Tour durch einen Teil der Schule. Uns wurde der Verwaltungstrakt und die Aula gezeigt. Danach war ich mit dem Essen dran. Man konnte zwischen mehreren Sachen auswaehlen. Unter anderem Salat, Burger, Huehnchen und weiterem. Nach dem Essen nahm Mr. Giles Lukas und mich in seine Werkstatt mit und erklärte uns alles, was sehr interessant war. In Mr. Giles’ Klassenraum wurden uns die Holzfraesemaschine und Holzprodukte verschiedenster Art gezeigt. Den Rest des Schultages verbrachten wir im Unterricht von Mrs.Scully. Nach Schulschluss holte mich mein Austauschschüler ab und wir sind nach Hause gefahren. Die Fahrt dauerte 1:45 h und die Busfahrerin fuhr immer noch nicht besser, da

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sie auf dem Weg ein Straßenschild komplett umgefahren hat. Als wir zuhause angekommen sind, wurden wir vom Gastvater begrüßt, welcher selber Pizza machte, die echt sehr gut war. Nach einer kurzen Verschnaufpause fuhren wir mit der Mutter und meinem Austauschschüler zu dem Abendessen in der Schule mit allen Austauschschülern und deren Familien. Auf dem Weg holten wir in Supermärkten noch etwas zu essen. Zu Beginn wurden wir von der
Schulleitung der High School begruesst. Das Dinner war sehr gut. Es gab sehr viele verschiedene Sachen zu essen, von süß zu salzig. Es wurde viel gelacht. Jedoch erlaubte Frau Egen m20160926_190603ir erst Essen nachzuholen, nachdem jeder etwas genommen hatte, was ich sehr drastisch fand, weil ich wie immer sehr Hunger hatte. Aber hinterher gab es noch genug fuer alle! Zuletzt wurde der Geburtstag von Theresa gefeiert. Alles Gute! Gegen 8:30 pm sind wir nach Hause gefahren. Dort bin ich direkt ins Bett gegangen, da der Tag sehr lang war.

 

Lukas Wolff